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| Einig sein und doch verschieden - Stefan Hüttenmeyer |
| Dienstag, 07. September 2010 um 00:00 |
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Der apc - austrian prayer congress – ist eigentlich ein wagemutiges Unterfangen. Ein „überkonfessioneller Gebetskongress“, geht das denn überhaupt? Gerade beim Gebet gibt es ja große Unterschiede. Vom Kopftuch für Frauen bis hin zum Tanzen vor Gottes Thron, von vorformulierten Gebeten über freies Gebet bis hin zum Sprachengebet. Gebet ist mitunter ein Punkt bei dem sich die „Filialen“ der Gemeinde Jesu, so wie ich es mal nennen möchte, ziemlich unterscheiden. Autor: Stefan Hüttenmeyer
![]() Und doch funktioniert es, dass sich Christen unterschiedlicher Konfessionen zum gemeinsamen Gebet treffen. Davon sind wir überzeugt und das haben auch die bisherigen tpcs/apcs bewiesen. Auch viele (Schüler)gebetskreise und auch die Allianzgebetswoche zeigen, dass es möglich ist. Wichtig dabei ist, dass wir unsere Unterschiedlichkeit nicht als Feindbild sehen, sondern als Reichtum. Es geht nicht darum, wer richtiger liegt, wessen Gebete geistlicher sind oder wer auf dem Weg mit Gott schon weiter ist. Denn beim Gebet geht es um keine Methode, sondern um das Pflegen deiner persönlichen Gottesbeziehung. Es geht darum, das was dir auf dem Herzen liegt und das was dir aufs Herz gelegt wird auf deine Weise vor den einen allmächtigen Gott zu bringen. Gleichzeitig wollen wir in aller Liebe Rücksicht auf den Anderen nehmen. ER der allmächtige Gott, als Vater, Sohn und Heiliger Geist ist es, der uns eint und der uns in unserer Verschiedenheit liebt. Ich denke Gottes Gemeinde ist wie ein Wald. Jede einzelne Pflanze ist wichtig. In der Forstwirtschaft gab und gibt es ein Problem: Waldbauern meinten, dass es sinnvoll ist Monokulturen anzulegen, weil man sich daraus mehr Ertrag und einfachere Bewirtschaftung erhoffte. Eine Zeit lang ging das auch gut. Nach einigen Jahren hat sich jedoch herausgestellt, dass diese Monokulturen viel krankheitsanfälliger sind und man erkannte, dass die unterschiedlichen Pflanzen sich gegenseitig vor Schädlingen bewahren. Mittlerweile geht man jetzt wieder dazu über, gesunde natürliche Mischwälder anzulegen, weil man Schädlingen (wie zB dem Fichten- Borkenkäfer) sonst nicht mehr Herr wird. Wenn wir uns nur in christlichen „Monokulturen“ versammeln, dann werden wir anfällig für Krankheiten und den Schädling und es geht ein großer Reichtum verloren. Ich gehe viel lieber in einem schönen Mischwald spazieren als in einer (Fichten)Monokultur. Da ist viel mehr Licht und viel mehr Leben drin. Ich weiß es natürlich nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass es Gott in Bezug auf seine Gemeinde genauso geht. So lasst uns - nicht nur beim apc - daran erfreuen, wie groß und unterschiedlich Gottes Gemeinde ist und lasst uns aufeinander Rücksicht nehmen. In Matthäus 18,19 heißt es: Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Welch eine Verheißung wenn wir eins bzw. EINIG im Gebet vor Gott kommen. Stefan Hüttenmeyer |