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lebensgeschichten - Angelika Steiner
Dienstag, 21. September 2010 um 00:00

Geschichten von Menschen zu hören oder zu lesen, die ihr Leben mit Jesus leben, ein Vorbild im Gebet sind und in seinem Dienst stehen, habe ich schon immer besonderes spannend gefunden. Immer wieder hat Gott mich in meinem eigenen Leben mit solchen Menschen beschenkt. Vor kurzem habe ich in einem Buch von Steffi Baltes den Bericht über eine Frau gefunden, der mich sehr bewegt und ermutigt hat und mich wieder neu daran erinnert wie wichtig Gebet ist.

Angelika

Autor: Angelika Steiner
Angelika kommt aus Haus bei Schladming und ist Kindergärtnerin. Sie arbeitet im Leitungskreis mit und ist auch für den Inhalt der Website verantwortlich.

Ich bin froh, dass ich Schwester Parakleta kennen darf. Manchmal begegne ich ihr auf dem Hügel Golgatha, in der Grabeskirche in Jerusalem. Dort sitzt sie in der Nähe des Kreuzes, vielleicht ähnlich wie die Frauen vor 2000 Jahren, an dem Tag, als Jesus starb.

Schwester Parakleta ist ins Gebet versunken. Sie betet treu und ausdauernd für die Menschen des heiligen Landes, seien es Juden, Christen oder Muslime. Das ist ihre Berufung. Das ist das, was Gott von ihr möchte, da ist sie sich ganz sicher. Schwester Parakleta betet inständig, dass die Menschen des Heiligen Landes in Gottes Armen Zuflucht finden und Jesus Christus kennenlernen können, ihren Heiland. An verschiedenen Orten Jerusalems trifft sie Menschen aus allen Teilen der Welt, die sie bitten, für sie zu beten. Oft senden sie ihr noch nach langer Zeit ihre Gebetsanliegen zu, damit Schwester Parakleta vor Gott für sie eintritt. Schwester Parakleta ist eine dominikanische Nonne. Ihre dunkle, ebenmäßige Haut wird durch ihren schwarz-weißen Habit betont. Sie bewohnt nicht gemeinsam mit anderen Nonnen einen Konvent, wie es sonst üblich wäre, sondern ist eine moderne Eremitin, die meist alleine lebt oder als Untermieterin im Haus christlicher Freunde wohnt. Ihr Taufname ist Caroline und ihre Heimat Nigeria. Das Land ihrer Geburt sieht sie nur selten, denn ein Flugticket ist teuer. Aber Gott sorgt für sie.

Ihre Eltern hatten sich während des Studiums in Birmingham kennengelernt und waren dann gemeinsam nach Nigeria zurückgekehrt. Sie wollten, dass ihre Tochter heiratet und Mutter wird. Aber Caroline wollte das tun, was sie von Gott gehört hatte und was ihr in Gottes Augen richtig erschien. So ging Caroline zum Studieren nach Rom und wurde "Schwester Parakleta". "Parakletos" ist griechisch und bedeutet "Tröster", eine biblische Beschreibung für den Heiligen Geist. 1975 legte Schwester Parakleta ihre Profess ab. Ein Priester sagte ihr: " Du sollst ein Licht sein." Zehn Jahre später führte ihr Weg von Rom nach Jerusalem. Seitdem ist sie hier und betet treu Tag für Tag auf Golgatha unter dem Kreuz des Herrn für die Menschen dieses Landes und für die vielen Pilger und Touristen, die hierherkommen. Sie betet, dass sie alle ihren Frieden bei Jesus, dem Friedefürsten finden.

auszugsweise aus dem Buch Pilgerreise zum Herzen Gottes von Steffi Baltes

 








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